Helikopter

Vom Tyrann zum T-REX

Mein erster RC-Helikopter war ein TYRANN 450 aus dem Hause CARSON.

Die Firma Schweighofer in Österreich hatte den Heli vor gut einem Jahr im Sonderangebot für 129,00€

Damals ging ich noch von einem "Super Schnäppchen" aus und wurde schnell eines Besseren belehrt!

Der günstige Einstiegspreis schuldete schnell einen Umstieg auf einen gescheiten Kreisel (Align GP 750), Heckteile von Align und diverse andere Kleinteile, die bei den ersten Crashes ausgetauscht werden mussten.

Ein später abgebranntes und defektes Servo musste durch ein Digitalservo von Robbe ersetzt werden, da das bestellte E-Flight-Servo schon bei Lieferung schrott war.

Was hier zum Ausdruck kommen soll, ist klar: Wer beim Modellbau an Kosten spart, zahlt nicht doppelt, sondern vielfach!

Meine Flüge auf dem Hof, auf unserem Sportplatz und auf unserem Flugplatz dokumentieren eindeutig, dass solche Modelle grundsätzlich nicht in Wohngebieten geflogen werden sollten, und die Piloten über ein entsprechendes Maß an Erfahrung verfügen sollten.

Für Einsteiger sind Helis der 450er Klasse nicht geeignet! Hier sollte zumindest ein erfahrener Fluglehrer mit entsprechendem Lehrer/Schüler-System daneben stehen.

Ich empfehle nach eigener Erfahrung ausdrücklich eine Mitgliedschaft in einem geeigneten Verein, wo man entsprechende Kollegen hat, die einem beim Lernen des Heli bauens und fliegens helfen.

Im unten gezeigten Video fliege ich den Tyrann ohne haube auf dem Modellflugplatz der MFG Nierstein/Oppenheim, wo Thomas und ich als Gastflieger fliegen durften. Vielen Dank nochmal!

Carson Tyrann 450 nach Umbau von Kreisel und Heckservo from Rainer Schulte on Vimeo.

Nachdem nun der 450er Heli-Mix aus verschiedenen Herstellern den Besitzer gewechselt hat, werde ich künftig eine Nummer Größer und (hoffentlich) ruhiger mit einem echten T-REX 500 E fliegen.

Ich weiss: Der Heli hat nun

Dafür ist die Gefahr von Verletzungen einfach zu gross.

Update: 05.05.2013 Der T-REX 500 E ist fertig aufgebaut, der Sender programmiert und hoffentlich alles korrekt eingestellt. Nun warten wir gespannt auf den Erstflug.

Update: 11.08.2013

Seit dem 09.08.2013 ist der REX "Airborned"!

Also der REX fliegt! Nachdem ich am Heli noch einige Korrekturen vornehmen musste, konnte der T-REX 500E am Freitag eingeflogen werden.

Am Sonntag habe ich den dann das erste mal, noch am Kabel vom Fluglehrer, schweben können. Alleine hätte ich den Heli sicherlich geschrottet.

Auch wenn ich schonmal einen 450er in der Luft hatte, ist der 500er mit doppelter Power nicht zu verachten. Da ich nicht genug Akkus mit am Platz hatte, musste ich dann mal einen HENSELEIT TDR (auch wieder am Kabel ;-) ) fliegen. Paddellos und wieder die doppelte Anzahl Akkus. Nun also 12 Lipo-Zellen!

Danach war ich mir dann wirklich sicher, meinen 500er nochmal mit einem geliehenen Akku zu fliegen.

Ab jetzt sind die Flossen weg von Spielzeug-Helis!

Update 05.05.2014 "Leinen los"

Nach einigen Trainingseinheiten am Lehrer-Schüler-Kabel und dem Simulator fliege ich nun auch "leinenlos".

Inzwischen habe ich schon über 20 Akku-Ladungen absturzfrei geflogen und bin nun im Besitz des Kampfschweber-Diploms. Die ersten Ansätze von Rundflügen gibt es auch schon.

Da inzwischen kaum noch jemand Helikopter mit Paddeln fliegt, wie ich, werde ich mich in wenigen Wochen oder Monaten dem Trend beugen und auch auf "Flybarless" umrüsten. Einen Teil der für diesen Umbau benötigten Teile habe ich bereits vorliegen.

"Paddel-Helis" haben aber einen nicht zu unterschätzenden Vorteil:

Man lernt knüppeln!

Update 17.09.2014 - Flybarless mit MicroBeast Plus

In den vergangenen Wochen habe ich den Heli auf das Flybarless-System mit RJX-Rotorkopf, Starrantrieb und die Flybarlesselektronik "Microbeast Plus" umgebaut.

Das "Microbeast Plus" ist in zwei Varianten erhältlich. Ich habe mich für die kleinere Variante entschieden. Dennoch habe ich aus Vorsichtsmaßnahme ein zusätzliches BEC von MTTEC, das KETO mit 10A Strom und zwei Leitungen zu Empfänger und Flybarless-Einheit ausgerüstet.

Der Flugregler ROXXY 9100/6 liefert 100A Strom zum Motor, aber die Empfängerströme reichen nun durch das Flybarless-System nicht mehr aus.

Der Erstflug in der vergangenen Woche lief erfolgreich. Das Heck stand wie angewurzelt und auch die Steuerbarkeit ist nun wesentlich besser, als früher mit den Paddeln. Ab jetzt kann geflogen werden!

Mein neuer "großer" Scale-Helikopter

Seit Weihnachten habe ich nun auch passend zu meinem SPEKTRUM-Sender einen BNF-Helikopter.

BNF heisst "Bind and fly". Das heisst, man bindet einfach den Sender an das Modell und fliegt los.

Der Hersteller Horizon liefert gleich zum Modell die Software für den Sender, der dann nur noch auf einer SD-Karte in den Sender kopiert wird und dann geht sie ab, die Luzie!

Die ersten Schwebe-Flüge habe ich schon daheim auf dem Parkplatz gemacht, aber hier bei meinem Freund Herbert auf der Terrasse stimmte das Bild für das Video.

Der Heli fliegt zwar erstaunlich eigenstabil, ist aber, auch wenn die Größe das vermuten läßt, KEIN SPIELZEUG!

Rundflüge und Achten mit dem T-REX 500

Nach fleißigem Training im Sommer fliege ich inzwischen Runden und Achten mit meinem T-REX. Der Flybarless-Umbau und der Einsatz des Microbeast Version 3.2 haben sich voll rentiert.

Meinem Beast habe ich keine Rettungsfunktion spendiert und fliege im Sport-Modus.

So kann ich nun 98 1/3D fliegen. Quasi "full-scale".

Über die Jahre hatte ein Akkupack eine defekte Zelle, was zwei mal zum Abregeln des Flugreglers und Notlandungen führte.

Mit den neuen SLS-Akkus - 6Zellen, 2.600 mAh 35C - hat der Heli für Scale-Mops-Geschwindigkeit ausreichende Power.

Die blauen China-Böller vom Hobby-König werde ich in Kürze auch gegen SLS-Packs ersetzen.

In Summe habe ich nun 5 Akkupacks für je 6:00 Minuten Flugzeit verfügbar.

Der Heli macht jetzt richtig Spaß. Schade, dass der nicht mehr so gebaut wird. Aber es gibt noch Ersatzteile.

Ich habe geplant, dem T-REX ein neues Kleidchen zu verpassen.

Ein kleiner Vegetarier!

Auf der Herbstbörse 2015 in Lampertheim gesellte sich ein kleiner schnuckeliger Vegetarier in mienen Hangar.

Der Blade 180 QX ist ein kleiner Quadrokopter, den ich als BNF-Version ohne Kamera erhalten habe. Warum Vegetarier?

Nun... Er steht auf Pflanzen! Meist Zimmerpflanzen, wenn man im Agile- oder Stunt Modus fliegt, und das eigentlich nicht wollte.

Nach ein paar Trainings-Einheiten kommt man aber schnell mit dem Kleinen zurecht. Ich wollte etwas, womit ich im Winter auch meine Heli-Übungen im Wohnzimmer fliegen kann.

Die Realität sieht dann aber im Frühjahr wieder anders aus, wenn ich mit dem T-REX draußen fliegen muss. Das ist natürlich ein völlig anderes Flugverhalten!