Rainer Schulte

BO 209 "Monsun"

Die BO 209 "Monsun" ist mein drittes Bauplan-Modell, das komplett von Hand ohne Baukasten entsteht.

Mangels Freizeit durch meinen beruflichen Einsatz in Bad Homburg und der damit verbundenen Fahrtzeiten kam ich lange Zeit nicht dazu, das Modell weiter zu bauen.

Das soll sich dieses Jahr ändern!

Den bisherigen Stand der Bauaktivitäten will ich Euch nicht vorenthalten:

Dieses Modell wird (weitgehend) nach Bauplan von Bruno Schmalzgruber gebaut. Der Plan wurde 1985 beim VTH veröffentlicht. Leider verstarb der Autor des Bauplans vor einigen Jahren. So muss man sich verschiedene Bauteile komplett selber herstellen. Auch die Formen für Kabinen- und Motorhaube müssen komplett neu hergestellt werden, da diese inzwischen bei einem Brand zersört wurden.

Das ist nun eine echte Herausforderung für mich.

Anstelle des ursprünglich vorgesehenen 15ccm 4Takt-Motors wird ein DLA-32 Benzin-Motor verbaut, was eine Anpassung der Front-Sektion des Rumpfes bedarf. Leider ragt die Zündkerze und der Kerzenstecker aus der Haube heraus.
Die Zündung wird von einem 2S Lipo mit 1250 mAh gespeist.

Der Empfänger (R8 EPC) wird von der JETI maxBEC2D und zwei 2S 2200 mAh Lipos versorgt, da der auch Telemetriedaten über den R8 EPC an meinen Sender bzw. die JETI-BOX zurückschickt.

Balsaholz wurde bei Thoma-Balsa gekauft, da er schon 20 cm Brettchen im Angebot hatte. Das Sperrholz wurde von Balsabar bereits geliefert.

Für den Motor wird ein Schalldämpfer selber hartgelötet. Die Teile dafür kommen von Zimmermann. Die dafür notwendigen Komponenten und Anleitungen konnte ich im Warbird-Forum erfahren.

Die ersten Baustufenfotos
Zum Vergrössern der Bilder draufklicken!
Spantenpaare

Auf dem Stichsägetisch von Neutechnik habe ich zunächst alle Spantenpaare erstellt.

Leisten schneiden

Danach wurden alle Leisten hergestellt. Die 10 mm breiten Balsaleisten wurden zunächst mit etwas Übermass auf dem Sägetisch erstellt, dann auf Mass mit dem Stichsägeblatt "gehobelt". Das ist sowas von exakt!

Erstes Ausrichten der Leisten

Diese werden dann auf dem Plan ausgerichtet und zugeschnitten.

30.07.2011
Die Gurte sitzen

Nun werden alle Rumpfgurte eingepasst

Höhenruderauflage

Die Höhenruderauflage wird eingepasst... Das muss hier jetzt sauber passen, damit das Modell später auch fliegen kann.

Flächenverstärkung

Dieser Gurt wird vorne entsprechend bündig mit der Flächenverstärkung verleimt. Auch hier wird die Aussenseite später mit Balsa beplankt.

Thomas hat den DLA32 mit wenigen Anwürfen zum Leben erweckt.
Die Teile für den neuen Schalldämpfer, der später im Modell sein Werk verrichtet, sind bereits geliefert worden.

Auch hierzu werde ich beim Hartlöten ein Video und Fotos einstellen, wenn es soweit ist.

Die fertigen Rumpfhälften Die Schleppkupplung

Bereits vor längerer Zeit hatte ich die beiden Rumpfhälften fertiggestellt.

Auf der (in Flugrichtung gesehen) rechten Seite ist bereits das Brettchen mit der Schleppkupplung und dem Servo verbaut.

Beim testweise Verbinden der vorderen Bugsektion, um die Servobrettchen, Tragflächenverschraubung und Verstärkungsleisten einpassen zu können, sind ein paar Leisten und Spantenverbindungen aufgegangen, die nun neu verklebt werden müssen.

Inzwischen bin ich ein paar Schritte weiter zu kommen.

Mittels Heissdrahtschneider und Schablonen aus Sperrholz habe ich nun eine Grundform für die Motorhaube schneiden können.

Diese wird demnächst noch verspachtelt und verschliffen, dass ich dann aus dieser "Urform" eine Negativ-Form für's laminieren anfertigen kann.

Die beiden Rumpfhälften sind nun verklebt und bekommen demnächst die Verschalung. Da das Modell einen Benzinmotor als Antrieb erhalten wird, der leider nicht ganz unter die Motorhaube passt, wie ich mir das vorstelle, muss nun doch noch vom Plan in einigen Punkten abgewichen werden.

Der Motor wird hängend verbaut und bekommt eine Halterung, die ich neu entwickeln muss.